RÜCKBLENDE VERANSTALTUNGEN 2017

7. September| Dämmerschoppen "Führung Alte Synagoge" Haus der Jüdischen Kultur in Essen

Die Gäste begaben sich mit dem AGAD auf eine Zeitreise durch die unterschiedlichen Epochen der jüdischen Geschichte und Kultur in Deutschland und weltweit.

Die "Alte Synagoge" ein faszinierendes Kulturdenkmal 

1913 eingeweiht, 1938 gebrandschatzt, 1959 von der Stadt Essen erworben und zwischen 1986-88 im Inneren rekonstruiert, gehört der frühere Synagogenbau an der Steeler Straße heute zu den faszinierendsten jüdischen Kulturdenkmälern Deutschlands. Er ist aber nicht nur ein architektonisches Juwel! Die "Alte Synagoge" - ein Haus der Bürger.

Die 1980 gegründete "Alte Synagoge" ist ein Kulturzentrum mit vielen Angeboten, ein offener Begegnungsort für Menschen allen Alters. Führungen, Ausstellungen, Vorträge und spezielle Lernangebote, vor allem für junge Menschen, vermitteln Einblicke in jüdische Kultur einst und jetzt. Ein Forum der politischen Diskussion dient dem Austausch über Fragen von Demokratie und Freiheit heute und in Zukunft. Kulturelle Events wie Konzerte, Lesungen und Aufführungen entfalten im beeindruckenden Haus ihren besonderen Reiz. Die "Alte Synagoge" - ist Gegenwart und Zukunft verpflichtet.

Die Gäste erfuhren mehr über Quellen jüdischer Traditionen und Feste sowie den jüdischen "Way of Life". Der Besuch hat sich gelohnt und machte Geschmack auf "mehr".

 

 

 

4. Juli | Dämmerschoppen „Brennereiführung inkl. Verkostung“ Märkische Spezialitätenbrennerei KG in Hagen

Gemäß dem Prinzip der „Gläsernen Destille“ konnten die Gäste während einer Demo-Destillation miterleben, wie aromatische Brände entstehen.

Bonum Bono – Dem Guten das Gute –

ist nicht nur der Markenname dieser exquisiten Brände, sondern gleichzeitig Anspruch und Versprechen. Im Rahmen der Brennereiführung erhielten die Teilnehmer tiefe und nachhaltige Eindrücke in die Kunst des Brennens. Dazu gab es sach- und fachkundige Informationen über die Technik des sorgfältigen Einmaischens und Brennens handverlesener Obstsorten.  

Im Anschluss wurden vier Brände und ein Likör probiert, damit sich nicht nur das Auge, sondern auch die Zunge und Nase ein „Bild“ von den hochwertigen Produkten. Dazu gab es eine rustikale Brotzeit inkl. Westfälischer Götterspeise.

 

14. Juni | Zur Bundestagswahl, DER AGAD IM GESPRÄCH mit Marie-Luise Dött (CDU/CSU)

TOP-Gespräch: Unternehmer fragten – Bundestagskandidatin antwortet kompetent und rhetorisch einwandfrei. Das alles in entspannter Atmosphäre, beim Lunch im Restaurant Strätlingshof in Bochum.

Cybersicherheit ist Investition in die Zukunft

In aller Munde sind als mithin größte Herausforderungen für den Mittelstand die Digitalisierung sowie der Ausbau einer passenden Infrastruktur, die so wichtig für die Konkurrenz- und Leistungsfähigkeit von Unternehmern ist. Das ist sicherlich wahr und soll von mir auch gar nicht kleingeredet werden. Wir haben da in Deutschland durchaus Nachholbedarf – vor allem im ländlichen Raum. Wir bekleckern uns zudem nicht unbedingt mit Ruhm, wenn mancherorts Gewerbegebiete ebenso schlecht versorgt sind. Vom EU-weiten Vergleich will ich gar nicht reden.

Heute ist aber das Digitale allgegenwärtig. Es betrifft so gut wie alle Lebensbereiche. Beinahe alles ist mittlerweile in die Informationstechnik eingefasst und zunehmend mit dem Internet verbunden. Aus den Smart-Factories und Smart-Homes werden so irgendwann ganze Smart-Cities. Digitalisierung und deren Möglichkeiten sind eben doch mehr als Online-Shopping und Industrie 4.0. Durch solche gigantischen Verknüpfungen ist heutzutage jedes System von überall auf der Welt digital erreichbar. Die Informationstechnik wird insofern immer komplexer und dadurch natürlich auch anfälliger für nicht erwünschte Zugriffe.

Daraus ergibt sich ein mit der Digitalisierung zusammenhängender Faktor als eine weitere Herausforderung für den Mittelstand: die sogenannte Cybersicherheit. Von vielen Unternehmern wird das Thema digitale Sicherheit zwar gesehen. Aber wie man damit umgeht und was man tun kann, möglicherweise sogar tun muss, steht oft noch als Frage im Raum. Antworten darauf sind aber wichtig, zumal bis zum Entdecken eines Cyberangriffs im Durchschnitt mehr als ein halbes Jahr vergeht – dann ist es oft schon zu spät. Manipulierte Internetwerbebanner gelten im übrigen als Hauptgefahrenquellen, da sie Sicherheitslücken automatisiert ausnutzen und oft bereits das Aufrufen infizierter Seiten ausreicht. Es braucht also nicht immer die Übersendung eines Virus per Email.

Klar ist, das möchte ich ausdrücklich betonen: Die Digitalisierung mit ihren Möglichkeiten ist eine großartige Sache, und wir stehen gerade am Anfang des Prozesses. Wichtig ist gleichzeitig jedoch eine gewissenhafte Erkenntnis und Dämpfung möglicher Risiken. Die Sicherheit des Digitalen hat nämlich eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ein angemessener Schutz ist nicht nur sinnvoll, er ist auch eine Investition in den Unternehmenserfolg und deshalb neben Digitalisierung und Infrastrukturausbau eine der wichtigen Aufgaben für die kommenden Jahre.

 

11. Mai 2017 | AGAD Forum 2017 Mitgliederversammlung

Ein gelungener Abend: Mitgliederversammlung, Vortrag von Professor Dr. Dueck und traditionelles Spargelessen in festlichem Ambiente.

Das Neue ist der Feind des Alten

Professor Gunter Dueck ist als Querdenker bekannt. Mit seinen launigen Vorträgen zur Digitalisierung begeistert der Mathematikprofessor und ehemalige Chief Technology Officer der IBM, der heute vor allem als freischaffender Autor („Das Neue und seine Feinde“, „Schwarmdumm“), Business Angel und Speaker tätig ist, sein Publikum.

Auch die rund 140 Teilnehmer, die am 11. Mai zum diesjährien AGAD-Forum in die Essener Philharmonie gekommen waren, folgten interessiert und amüsiert zugleich den Ausführungen Duecks. Dabei gaben die Entwicklungen, die er während seines rund einstündigen Vortrags skizzierte, eigentlich mehr Anlass zum ernsthaften Nachdenken. Dueck verstand es, seine Zuhörer zu unterhalten UND aufzurütteln.

Noch immer werden die Digitalisierung und ihre Auswirkung auf die verschiedensten Lebens- und Wirtschaftsbereiche von den meisten klein geredet, so lautet seine zentrale Botschaft – auch an diesem Abend. Die Menschen würden immer wieder nach dem gleichen Muster auf neue Ideen abwehrend reagieren. Seine These untermauerte mit Beobachtungen des Philosophen Arthur Schopenhauer. Danach durchlaufen Innovationen drei Entwicklungsstufen: In der ersten Stufe wird das Neue belächelt, weil es noch zu unbedeutend ist, in der zweiten Stufe wird es bekämpft und in der dritten und letzten Stufe ist das Neue längst selbstverständlich geworden – mit oftmals fatalen Folgen. Denn der Sieg des Neuen bedeutet in den meisten Fällen auch das Aus für das Bisherige. Der Siegeszug der Digitalfotografie oder des Smartphones sind nur zwei Beispiele von vielen in diesem Zusammenhang.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung, dem Vormarsch der künstlichen Intelligenz werden nach Einschätzung Duecks noch viele weitere einst erfolgreiche Produkte, sogar Branchen verdrängt werden. „Die meisten schauen nur darauf , was die Konkurrenz unternimmt, aber nicht hinaus in die Welt. Denken Sie lieber darüber nach, was Sie mit Ihrem Unternehmen in zehn Jahren machen wollen“, ermahnte er die Zuhörer.

Dass es höchste Zeit ist, zu handeln und die Herausforderung der Digitalisierung im eigenen Unternehmen schnellstens anzugehen, hatten alle Teilnehmer des AGAD-Forums nach Duecks eindringlichem Vortrag verstanden.